Unsere Schwangerschafts-

und Stillberatung

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Wir haben individuelle Therapiekonzepte für Sie und Ihr Kind aus der Kraft der Natur!

Weil wir wissen, was gut ist!


Die Schwangerschaft

 

Schwanger zu sein bedeutet, den eigenen Leib vorübergehend dem Ungeborenen zur Verfügung zu stellen. Der ganze Körper muss sich darauf einstellen, auch noch ein anderes Leben zu versorgen und zu ernähren. Ihr körperliches Wohlsein, ihr Lebensrhythmus und ihr seelisches Befinden ändern sich, ohne dass sie einen Einfluss darauf hat. Die erste körperliche Veränderung wird meist an den Brüsten sichtbar: Der Warzenvorhof der Brustwarze wird dunkler. Diese Veränderung tritt schon sehr frühzeitig auf und gilt häufig als einer der ersten Hinweise auf die Schwangerschaft. Die Fettdepots in den Brüsten werden aufgefüllt, und die Brüste wachsen. Für die optimale Versorgung des Fötus muss der Stoffwechsel nun mehr leisten. Daher werden die Körperfunktionen beschleunigt: Das Herz schlägt schneller, die Atemfrequenz steigt. Gegen Ende der ersten drei Monate nimmt der Bauchumfang zu, die Gebärmutter lässt sich eventuell oberhalb des Schambeins durch die Bauchwand ertasten.

 

Gewichtszunahme während der Schwangerschaft

Brust 0,5 – 1 kg

Fettgewebe 3,5 – 6 kg

Plazenta 0,5 – 1 kg

Kind 3 – 4 kg

Fruchtwasser 1 – 1,5 kg

Gebärmutter 1 – 1,5 kg

Blutvolumen 1,5 – 2 kg

Extrazelluläre Flüssigkeit 1,5 – 3 kg 

 

Auf diese Umstellungsvorgänge reagiert der Körper mit Symptomen, die zwar unangenehm sein können, aber ganz normal sind: mit Übelkeit und Erbrechen, ausgefallenen Essensgelüsten, einem erhöhten Schlafbedürfnis und spannenden Brüsten.

 

Ernährung in der Schwangerschaft

Die Ernährung in der Schwangerschaft soll dem werdenden Baby ausreichende und geeignete Nährstoffe für die Entwicklung bereitstellen, die Voraussetzungen für eine gute körperliche und seelische Leistungsfähigkeit der Schwangeren schaffen und Nährstoffpolster für die Stillzeit aufbauen. Die Empfehlung, eine Schwangere solle „für zwei essen“, ist überholt, bitte lassen Sie sich hier nicht von wohlmeinenden Mitmenschen beeinflussen! In den ersten 3 Schwangerschaftsmonaten ist der Energiebedarf kaum erhöht. Erst ab dem 4. Monat steigt er minimal an. Jedoch erhöht sich der Bedarf an Mikronährstoffen und Vitaminen massiv. Deshalb ist auch bei vollwertiger Ernährung immer die Einnahme eines auf die Schwangerschaft abgestimmten Nährstoffpräparates sinnvoll. Eine vollwertige Ernährung – möglichst in Demeter-Qualität – ist empfehlenswert, ebenfalls laktovegetarische Kost zur Nierenentlastung.

 

Für die Ernährung günstig sind:

  • frisches Gemüse und Obst, in Maßen Kartoffeln
  • gut verträgliche Vollgetreideprodukte (z.B. Hirse, Couscous, Reis)
  • fettarme Milch und gesäuerte Milchprodukte
  • Fisch
  • mehrere kleine Mahlzeiten
  • hochwertige Omega-3 und Omega-6 Fettsäuren (z.B. in Leinöl, Chiaöl, Fischöl)

Meiden sollten Sie:

  • stark fetthaltige Lebensmittel
  • stark gesalzene Lebensmittel
  • zuckerhaltige Getränke und Lebensmittel
  • rohe Milch und Produkte aus ihr, z.B. Rohmilchkäse, Weichkäse
  • rohes Fleisch, roher Fisch
  • rohe Eier, sowie daraus hergestelltes
  • Alkohol und Nikotin (Komplettverzicht!!!)

Einschränken sollten Sie: 

  • Koffein (Kaffee, schwarzer Tee …)
  • Phosphate (z.B. in Cola-Getränken, Fertigprodukten …)

Achten Sie außerdem immer darauf Ihr Obst und Gemüse sehr gründlich zu waschen.


Beschwerden in der Schwangerschaft

 

Müdigkeit und Erschöpfung

Durch die hormonelle Umstellung und die vielen "Umbauprozesse" im Körper ist das ganz normal. Wichtig ist sich dann viel Ruhe zu gönnen. Ursache könnte auch ein Eisenmangel sein. Bei anhaltender Müdigkeit sollte man das am Besten ärztlich abklären lassen.

 

Übelkeit

Die wohl bekannteste Begleiterscheinung einer Schwangerschaft ist die Übelkeit. Helfen kann es regelmäßige Esszeiten einzuhalten und viel frische Luft zu bekommen. In Phasen starker Übelkeit kann man versuchen sich einen Traubenzucker in die Backentasche zu schieben. Außerdem scheint ein zu geringer Vitamin B6 und B12 Spiegel auch Einfluss auf Schwangerschaftsübelkeit zu haben. Lassen Sie sich hier am Besten von Ihrem Arzt oder Apotheker beraten!

 

Hämorrhoiden

In diesem Fall sollte man versuchen, die Beine oft hochzulagern und Beckenbodengymnastik machen, um den Blutrückfluss zu fördern. Außerdem gibt es pflegende Salben mit Zaubernuss. Auch Sitzbäder können Linderung verschaffen. Erhältlich in Ihrer St.-Lorenz-Apotheke.

 

Juckreiz

Bei Schwangerschaftsbedingtem Juckreiz können Waschungen mit Essigwasser oder Salzbäder helfen.

 

Verstopfung

Achten Sie darauf viel faserreiche Kost (Vollkorn, Obst, Gemüse) zu sich zu nehmen und ausreichend zu trinken. Auch Spaziergänge können helfen, die Verdauungstätigkeit zu unterstützen. Auch hier kann Beckenbodengymnastik unterstützend hilfreich sein.

Wassereinlagerungen

Viele Schwangere leiden vor allem zum Ende der Schwangerschaft unter verstärkten Wassereinlagerungen. Hier können venenstärkende Maßnahmen helfen. Zum Beispiel Wechselduschen, Venengymnastik und vor allem Kompressionsstrümpfe.

 

Vorzeitige Wehentätigkeit

Vorzeitige Wehentätigkeit kann auch auf einen Magnesiummangel hindeuten. Achten Sie darauf, dass Sie in der Schwangerschaft ausreichend Magnesium zu sich nehmen. Natürliche Magnesiumquellen sind zum Beispiel Vollkornprodukte, Nüsse und Hülsenfrüchte.

 

Sodbrennen

Zum Ende der Schwangerschaft werden auch viele Schwangere von Sodbrennen geplagt. Sie können die Beschwerden lindern, indem Sie regelmäßig kleine Mahlzeiten, statt 3 x täglich  1 große Mahlzeit zu sich nehmen. Außerdem kann es lindern, wenn Sie Mandeln kauen und auch Kartoffelsaft kann Linderung verschaffen.


Das Wochenbett und die Stillzeit

 

Das Wochenbett ist eine Zeit der körperlichen und seelischen Umstellung und dauert die ersten acht Wochen nach der Geburt.

 

Vorteile des Stillens

Die Muttermilch hat die für das Neugeborene optimale Zusammensetzung aus Fett, Eiweiß, Kohlenhydraten, Vitaminen, Mineralstoffen und Abwehrstoffen. Sie ist die lebensgemäße Nahrung und auch eine wichtige Allergieprophylaxe. Sie ist immer richtig temperiert und jederzeit bereit. Das Stillen unterstützt zudem den wichtigen Hautkontakt zwischen Mutter und Kind und fördert so die gesunde Entwicklung. Das Kind erhält die ungeteilte Aufmerksamkeit der Mutter und wird von ihr zwangsläufig immer mitgenommen. Es kann ein sehr tiefes Vertrauen wachsen, die Mutter wird zum völlig verlässlichen Partner. Stillen wirkt sich auch auf die Kiefer- und Zahnentwicklung aus. Das Saugen kräftigt Kiefer, Lippen und Zunge sowie die Kopf- und Halsmuskulatur, die dadurch eine ausgewogene Form und die richtige Stärke erhalten. Das Stillen strengt das Kind an, es wird müde und schläft zufrieden. Ohne diese Anstrengung entwickelt sich die Zahn- und Kieferstellung eventuell unregelmäßig. Zudem ist Stillen die umweltfreundlichste Ernährung, die es gibt.

 

Das Stillen

Halten Sie sich warm

Die Brust reagiert sehr empfindlich auf Temperaturschwankungen. Es ist deshalb wichtig, dass Sie Ihren Oberkörper warm halten und vor Luftzug schützen, auch in den Sommermonaten. Sonst besteht Gefahr, dass sich die Brust entzündet.

Richtiges Anlegen

Egal, welche Stillhaltung Sie wählen: Achten Sie darauf, dass Sie das Baby zur Brust bringen, nicht umgekehrt, sonst verspannen Sie sich. Sorgen Sie dafür, dass Ihr Baby Ihnen mit dem ganzen Körper zugewandt ist, sich eng an Sie schmiegt und sich sein Mund genau vor der Brustwarze befindet. Außerdem sollte Ihr Kind möglichst viel vom Warzenhof mit in den Mund nehmen. Sonst ist die Gefahr groß, dass es die Warze nicht richtig fasst und daran zerrt. Das kann schnell zu wunden Warzen führen. Bei richtigem Anlegen dagegen kann Ihr Kleines von Anfang an oft und lange saugen, ohne dass Ihre Haut leidet. Lassen Sie Ihr Baby auf beiden Seiten trinken. Milchproduktion gleichmäßig in Gang setzen Wechseln Sie nicht zu früh von einer Brust zur anderen: Auf jeder Seite fließt zuerst etwas dünnere, durststillende Milch, nach etwa drei bis fünf Minuten kommt der sättigende, kalorienreiche Anteil. Lassen Sie Ihr Kind daher die Seite, auf der Sie es zuerst anlegen, gut leer trinken. Dadurch wird die Milchbildung angeregt. Die zweite Brust wird Ihr Kleines unter Umständen nicht ganz leeren. Legen Sie Ihr Kind beim nächsten Mal auf dieser Seite zuerst an. Können Sie sich nicht merken, welche Brust dran ist, markieren Sie die Seite z.B. durch ein Band am BH-Träger.

Halten Sie Ihre Brustwarzen trocken

Feuchte Wärme begünstigt Infektionen und Entzündungen. Solange Milch ausläuft, legen Sie am besten waschbare Stilleinlagen aus Wolle oder Seide in den BH. Nasse Stilleinlagen oder einen durchfeuchteten BH sollten Sie möglichst bald wechseln. Besonders gut tut es den Warzen, wenn Sie nach dem Stillen Milch- und Speichelreste auf der Haut an der Luft trocknen lassen.

Holen Sie sich Hilfe

Stillkrisen und Probleme, egal ob körperlich oder seelisch, sind ganz normal. Zögern Sie nicht, sich Hilfe zu holen, in Ihrer Apotheke, von einer Hebamme oder Stillberaterin.

 

Ernährung während der Stillzeit

Erlaubt ist fast alles, worauf Sie Lust haben. Achten Sie darauf, hochwertige und gehaltvolle Lebensmittel zu essen, frisches Obst, frisches Gemüse. Hier gelten die gleichen Regel wie in der Schwangerschaft. Möglichst wenig Konserviertes, möglichst wenig Fertiggerichte, viele Milchprodukte – denn Sie und Ihr Baby brauchen jetzt Kalzium. Wenn Sie nicht sicher sind, ob Sie und Ihr Baby eine Speise vertragen, versuchen Sie es erst mit kleinen Mengen. Es gibt Kinder, die auf Bohnen, Zwiebeln, Knoblauch, Kohlsorten und Sauerkraut mit Blähungen reagieren – andere Kinder essen alles problemlos mit. Falls Sie merken, dass Ihr Stillkind etwas, das Sie gegessen haben, nicht verträgt, verzichten Sie eine zeitlang auf diese Nahrung.


Zu wenig Milch Bildnachwei: pixabay/congerdesign 

Ein Milchbildungstee hilft unterstützend:

1 Teil Kümmel- und Aniskörner sowie Fenchelsamen

1 Teil Hopfen

1 Teil Melissenblätter

1 Teil Holunderblüten

2TL des Tees mit ¼ l kochendem Wasser aufbrühen, 10 min ziehen lassen. Maximal 3 Tassen.

Erhältlich in Ihrer St.Lorenz-Apotheke! 


Milchstau

 

Häufigste Ursache für einen Milchstau ist eine gestresste, müde Mutter. Deshalb sollten Sie sich immer genug Zeit zum Stillen nehmen und allen Stress von sich weisen. Haben Sie beginnende Anzeichen eines Milchstaus? Dann sollten Sie sofort Stress reduzieren und Bettruhe einhalten. Haben Sie zusätzlich Fieber oder dauern die Beschwerden länger als 2 Tage an, sollten Sie unbedingt einen Arzt zu Rate ziehen. Bei leichteren Beschwerden können Sie vor dem Stillen mit feuchter Wärme helfen und eine Brustmassage. Nach dem Stillen können Sie die Brust kühlen. Außerdem sollten Sie das Kind oft anlegen.